Klauns Blog

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Europawahl

Verfasst von DerKlaun am Juni 7, 2009

Mir war eigentlich vollkommen klar, dass diese Wahl nichts ändern wird. Die politischen Lager sind sich extrem ähnlich, die meisten europäischen Länder besitzen eine noch wesentlich rechtere Bevölkerung als Deutschland, kaum Wahlbeteiligung, selbst die Linken in Deutschland interessieren sich nicht großartig für ein Europa. Und dennoch hat mich der Anblick im Wahllokal von neuem zutiefst erschüttert. Ich hatte das garnicht bedacht, war zu objektiv gewesen, habe nur das Programm der Parteien gesehen, vergessen, wer eigentlich wählt. Die Generation 3. Reich und Kalter Krieg, die Jugend der 40er und 50er, die, die derart verblödet wurden, dass sie nur eine Wahl haben: CDU. Die Partei der Rentner und Hausfrauen,  derer, die sich jetzt wohlfühlen, der Antichristen. Europa ist tot, die christlichen Parteien regieren weiter über die atheistischsten Länder der Welt, wieso sind Menschen so armselig :(

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Und noch einmal Finanzkrise

Verfasst von DerKlaun am April 18, 2009

So langsam macht mir die Sache doch schon Angst. Es hätte alles so toll werden können, ein paar Banken verlieren virtuelles Geld, ein paar postfaschistische Unternehmen wie Hersteller von Mode oder Modelleisenbahnen gehen pleite, Opel wird meinetwegen aufgelöst, das führt ja aber net dazu, dass weniger Autos gekauft werden, die Gesamtproduktion müsste sogar bei weniger Wettbewerb um einiges effektiver funktionieren. Aber nein, wir haben ja unsere Politiker. Unsere Politiker sind einfach zu nette Menschen, weshalb sie gerade Unmengen verschenken an das einfache Volk. Ok, an die Arschlöcher, die sich immernoch vermehren, an Autohersteller, ich vermisse echt die Grünen in der Regierung, man kann in wirtschaftlich entwickelten Gegenden tatsächlich ohne Auto überleben, aber nein, Dekadenz kommt bekanntlich vor Logik.

Also, es werden gerade Summen verschenkt, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. Einfach so in den Wind geblasen, für eventeull ein paar Wochen gebremmsten Abschwung. Wahrscheinlich wissen die Politiker selbst wie lächerlich diese Krise im Vergleich zu vorherigen ist, sie erhöhen die Moral etwas, machen etwas negativen Wahlkampf, welcher Mensch bitte, und wenn er dadurch ne Menge Profit gemacht hat, kann so eine Schuldenerhöhung bitte gutheißen, und dann, wenn jeder gesunde Mensch erwartet, dass der Staat pleite geht, die Wirtschaft aber noch nicht angesprungen ist, die Menschen übersättigt sind an Gütern, die sie jetzt kaufen konnten, und dazu noch verschuldet, dann, wenn eigentlich jeder, der irgendwann schon einmal unseren Medien etwas geglaubt hat, meinen würde, dass einfach alles in sich zusammenbricht, vielleicht nicht in Deutschland, aber in richtigen Ländern mit echten Menschen wie Frankreich oder Griechenland oder Kenia plötzlich die Menschen auf die Straßen gehen und Räterepubliken ausrufen, genau dann, dann passiert nichts. Es wird nichts passieren, so doof sind die Politiker nicht. Ich bin nicht jemand, der meint, dass sie zu dem Besten gehören, was Deutschland zu bieten hätte, sie sind schon mehr rhetorisch als intellektuell begabt, aber so doof kann keiner sein, das geht einfach net. Es wird nichts passieren, es wird keine Massenarbeitslosigkeit geben, keine Megaverschuldung, keine Konzernpleiten, keine Straßenschlachten. Was wir hier erleben ist nur die Selbstreinigung des Kapitalismus, so wie 1914, jetzt auf anderer Ebene. Ein bisschen überschüssiges Geld wurde verpullvert, Idioten, die sparen, sind halt bestraft worden (Wir alle leben ja für irgendwann und nicht für heute, alles was wir tun, ist ja für die Zukunft, und ich meine, so unvorhersehbare Sachen, sowas hat es ja noch nie in der  Geschichte gegeben, es ist vollkommen logisch zu sparen, und überhaupt, wer hätte gedacht, dass der Kapitalismus jemals schwächeln würde Oo), was wir Krise nennen, ist in Wahrheit das beste, was unserem System passieren konnte.

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Ich wollte nur kurz loswerden,

Verfasst von DerKlaun am März 10, 2009

Eric Clapton – Unplugged ist das erbärmlichste Album aller Zeiten.

Es gibt schrecklichere Musik, ja, aber dämlichste Texte, ein unnötig begeistertes Publikum, zu dem mir nur dank Adorno eine Beschreibung einfällt: Ressentimenthörer, ich meine was soll ein bestenfalls niedliches Introstück mit riesigem Beifall beklatscht werden, eine sehr mäßige Stimme, und so viel Blues im Blut wie ein alter Millionär, der mit seiner Musikrichtung mehr erreicht hat als möglich ist, nur haben kann, dann dieses dämliche Tears in Heaven, was schon fast an Herbert Grönemeyers oberflächliche Hymnen zum Ableben seiner Frau grenzt. Ein Kind zu verlieren, ok, ich weiß nicht ob es angebracht ist, wenn ich behaupte, dass man daraus mehr machen könnte, aber der Text ergibt einfach keinen Sinn :( . Die Songs sind durchgehend extrem langweilig gehalten, bieder bis zur Perfektion und von einem Publikum begleitet, was mich spontan etwas an die Zwischenpöbeleien einer Talkshowzuschauerschaft erinnert. Man muss nicht alles mögen, aber welcher Mensch, der sich nicht nur an der Person selbst ergötzt, eben Ressentimenthörer, hält diesen Kram aus?

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Jim Morrison

Verfasst von DerKlaun am Februar 6, 2009

Ich habe grade ein paar schöne Zitate von ihm gefunden, sie sind mehr oder weniger trivial, geben aber ganz gut das wieder, was ich hier schon in ein paar Einträgen so in etwa geschrieben habe (Rechtschreibung usw entspricht meiner Quelle):

,, Maybe primitive people have less bullshit to get of, to give up. A person has to be willing to give up everything – not just wealth. All the bullshit that he’s been taught – all society’s brainwashing. You have to let go of all that to get to the other side. Most people aren’t willing to do that.”

Besonders gefallen hat mir natürlich:

,,Whoever controls the media, controls the mind”

Noch eine Menge anderer, nicht ganz so trivialer Stoff, zu anderen Themen, die eigentlich wesentlich interessanter sind, vielleicht schreibe ich mal was drüber, aber ich bin zu faul sie abzutippen. Ich lass es einfach mal so stehen. Fand ich toll, dass ich nicht alleine bin, ok, er ist tot, in meinem kleinen Kreuzzug gegen die Advokaten des Teufels, auch Journalisten genannt.

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Der Kapitalismus frisst seine Kinder!

Verfasst von DerKlaun am Februar 4, 2009

Ich weiß nicht, ob es in Zusammenhang mit unserer virtuellen Finanzkrise steht, aber der Rückgrat des Kleinbürgertums ist eingebrochen. Zumindest eines davon.

Nichtsahnend habe ich heute wie jeden Tag die Website des Spiegels betreten, eine belanglose Meldung über den Papst nicht gelesen und dann stand da die tollste Neuigkeit seit der Relativierung von Obama letztens, eigentlich ist sie noch toller, Märklin ist pleite.

Märklin stellt Modelleisenbahnen her. Zum einen werden diese von Eltern benutzt, um ihren Kindern von Anfang an Effizienzdenken, Geschlechterrollen oder Technikinteresse einzustampfen. Zumindest zwei davon sind prinzipiell nicht negativ, aber in ausgeprägter Form unterstützt es das System ungemein. Die Steigerung ist vielleicht der Autofetischismus oder ähnliches, also so eine Art Einstiegskrankheit. Zum anderen spielen aber auch ein paar Eltern selbst mit diesen Eisenbahnen. Es sind sicherlich wenige, aber eine eigene, friedliche Realität erschaffen, das erinnert doch stark an die Zeit nach der Märzrevolution, zumal das die Hochzeit der Eisenbahn war.

Sicher ist es auch kein spezifisch kapitalistisches Phänomen, Nichtdenker sind in jedem Staat willkommen, aber es gibt momentan quasi nur die freie Marktwirtschaft.

Es ist vielleicht ein kleines Kind gewesen, aber ein Hoffnungsblick, ein Zeichen dafür, dass es doch Neues unter der Sonne gibt, um Sartre zu zitieren.

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Die aufregenste Zeit aller Zeiten

Verfasst von DerKlaun am Januar 31, 2009

Ein leicht abgewandeltes Zitat aus dem Film ,,Waking Life”, dessen Wahrheitsgehalt mir gerade eben erst bewusst geworden ist.

Eigentlich ist unser Zeitalter langweilig. Die Gesellschaft ist festbetoniert, es gibt keinen Anlass zu Revolutionen in den politisch bedeutsamen Ländern der Erde außer China und selbst dieses Land ist sehr stabil. Kriege zwischen Supermächten gehören seit 1990 der Vergangenheit an, eigentlich sogar schon seit dem Koreakrieg.  Prinzipiell leben wir sogar in absoluter Meinungsfreiheit, die alleine durch die Medien eingeschränkt ist, aber kaum ein Mensch ist mit mir der Ansicht, dass diese intensiv bekämpft gehören. Deutschland hat seit fast 70 Jahren keinen heißen Krieg mehr erlebt, Terrorismus ist die größte Bedrohung, und dieser ist, und ist es schon immer gewesen, lächerlich und schwach.

Das Militär ist in den wichtigsten Staaten prinzipiell überflüssig und wird von der Bevölkerung, was ich als historische Besonderheit empfinde, mit Ausnahme von den USA, aber auch dort nimmt die Popularität ab, nicht unterstützt.

Eigentlich gibt es absolut keinen Anlass zur Veränderung. Genau darum hielt ich die Aussage aus dem Film für nicht zutreffend.

Es ist alles fest und unbeweglich, ja, aber in den nächsten 30 Jahren wird sich unsere Gesellschaft grundlegend verändern, so grundlegend, dass ich wage es mit der industriellen Revolution zu vergleichen. Unsere Rohstoffe werden knapp. Ich werde seit meiner Geburt mit diesem Fakt konfrontiert und empfinde diese Tatsache nun als trivial, etwa so wie Nazis böse sind oder Sozialismus nicht funktioniert. Vielleicht ist mir darum die Auswirkung dieser niemals aufgefallen.

Seit es Nationen gibt, wird ihr Reichtum durch Ressourcen bestimmt. Als Beispiel sei das alte Ägypten genannt, welches durch den fruchtbaren Boden emporsteigen konnte, die ersten Zivilisationen, die durch Metallverarbeitung bessere Waffen bauen konnten als Völker, die dies nicht gelernt haben, haben die Welt in unglaublichen Maßen geprägt, zuletzt durch die Eroberung von Amerika durch die Spanier von den mit Steinkeulen kämpfenden Indianern. Die heutigen politisch bedeutsamen Religionen, das Judentum entsprang aus Ägypten und Mesepotanien, die ersten großen Hochkulturen lebten dort. Aus ihm wuchsen Christentum und der Islam, letzterer hat heute noch als Religion bedeutung, das Christentum jedoch hat die Moralvorstellungen der Welt wesentlich intensiver noch geprägt. Außerdem entspringt alle Wissenschaft aus diesen beiden Glaubensrichtungen, kein nichtchristliches Land hat bis 1900 irgendeine politische Bedeutung gehabt außer als Kolonie, weil sie technologisch absolut unterentwickelt waren, und das Christentum hat bekanntlich nur fortgesetzt, was die Muslime im frühen Mittelalter angefangen haben. Kupferverarbeitung war der Startschuss der Zivilisation, die Verwendung von Steinkohle oder Erdöl der der Industralisierung.

Heute resultiert Reichtum etwas indirekter, Deutschland ist nicht reich, weil es viele Metallvorkommen besitzt, sondern weil es diese Metalle verarbeiten kann.

In 30 bis 40 Jahren jedoch entfällt dies, die meisten Metallvorkommen werden erschöpft sein. Der Motor der Zivilisation, genau das hat seit der neolithischen Revolution alles bedeutet, fällt weg. Ein riesiges Vakuum entsteht, eigentlich ist es nicht zu füllen. Die meisten technischen Produkte funktionieren eben nur dank bestimmter Elemente, wir werden also, zuletzt gab es das meines Wissens nach zu Zeiten der Pest, technologischen Rückschritt erleben.  Doch nach der Pest konnte der Mensch erneut anfangen, nach dieser kam mit der Reformation und der Reinaissance eine der bedeutsamsten Epochen der Menschheitsgeschichte.

Dazu kommt eine relativ schnelle Annäherung der unterentwickelten und bevölkerungsreichen Staaten, Indien und China sind hier die besten Beispiele, an die westlichen Zivilisationen. In diesen Ländern leben doppelt so viele Menschen wie in unserem Kulturkreis, die alle früher oder später ein Bedürfnis nach Hightechprodukten haben, der Bedarf steigt also enorm, während das Angebot nur sinken kann. Das Energieproblem ist vielleicht lösbar, prinzipiell  können wir heute schon viel durch Wasserstoff ersetzen, die Wirtschaftlichkeit wird sich sicher noch verbessern. Aber Metalle, die sind unersetzlich. In 30 Jahren wird sich also alles verändern. Alles, einfach alles. Eine riesige Katastrophe steht uns bevor, deren Ausmaße unvorstellbar sind. Das Volk ist durch Konsum  befriedigt und so einbetoniert, wenn dieser Konsum wegfällt, wir erleben es heute in leichter Form schon an der, inzwischen wieder abfallenden, Unterbeschäftigung. Nun stelle man sich vor, dass nicht 5 mio Menschen einen leichten Mangel haben, sondern, angenommen Deutschland würde weiterhin 80mio Einwohner haben, vielleicht 75mio einen starken. Dieses Verhältnis erinnert mich an die französische Revolution, aber es wäre eine Revolution ohne Adel, mit sinkendem Konsum verschwindet auch das heutige Besitzbürgertum. Eine Revolution gegen niemanden, und darum gegen ein Gespenst, vielleicht gegen die restlichen 5mio, vielleicht gegen alles, das wir kennen. Dieser Zerfall dauert bestimmt länger als 30 Jahre, vielleicht ist die jetzt neugeborene Generation in die interessanteste Zeit geworfen, aber die meisten von uns werden den Anfang miterleben. Den Untergang aller Regeln der Ökonomie wie sie im prinzip seit 7000 Jahren bestehen in einer Gesellschaft, die darauf nicht vorbereitet ist. Zu Zeiten der französischen Revolution gab es ein Lösungsmodell, die Demokratie. Heute gibt es nicht einmal Ansätze für eine neue Gesellschaft…

Es gibt auch andere plausible Interpretationen, jeder Mensch in Mittel- und Nordeuropa hat heute Zugang zu Bildung, durch das Internet erleben wir eine intensive Vermischung der Kulturen, die Menschheit entwickelt sich momentan rasend schnell, ich behaupte jeder EU-Bürger unter 30 aus den Ländern, die nicht romanische Sprachen sprechen, spricht oder lernt Englisch fließend, es gibt also endlich eine einheitliche, jedem zugängliche Sprache, durch die früher oder später endlich die Nationen und unterschiedlichen Kulturen aufgehoben werden (müssen).

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Der Heilige Petrus

Verfasst von DerKlaun am Januar 19, 2009

ist eine Frau. Und diese hat gerade ihre Periode oder so und lässt das mal wieder an dem Wetter aus. Erst war es so kalt, dass ein längerer Aufenthalt außerhalb eines Gebäudes mit sehr unangenehmen Schmerzen verbunden war, jetzt ist es so verdammt heiß, dass ich schweißgebadet nach Hause komme.

Eigentlich sind die Temperaturen sehr angenehm, wenn man ein T-Shirt anhat Oo

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Hessenwahl

Verfasst von DerKlaun am Januar 18, 2009

So, ich komme gerade von dem Wahllokal und habe die einzige Wahl getroffen, für die ich nicht in die Hölle kommen werde.

Das Publikum im Wahllokal fand ich sehr bedenklich. Hier im Stadtviertel ist ein Ausländeranteil von über 40%, und nein, kein Mensch mit südländischem Aussehen war hier zu finden. Wieso ist eine so große Bevölkerungsgruppe so vollständig ausgeschlossen? Ein paar werden ja schon deutsche Staatsbürger sein, ich kenn mich mit juristischem Kram nicht aus, aber irgendwie beunruhigend. Dafür aber die, die sowieso die nächste Legislaturperiode nicht überleben werden. Ein Wunder, dass Ypsilanti bei der letzten Wahl direkt in den Landtag gewählt wurde, das klassischste CDU-Publikum wählt in Scharen. Diesmal wird Ypsilanti jede Wählersympathie verspielt haben, also geht der Kreis wieder an die Christen. Ja, sie haben ihre demokratischen Grundrechte und sind auch Menschen, aber ich finde bei potentiellen Rechtswählern könnte man mal eine Ausnahme machen ;) .

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Weihnachten

Verfasst von DerKlaun am Dezember 22, 2008

Ich habe es überlebt. Die Vergewaltigung, das Massaker, den Holocaust, die Vernichtung der Welt, wie wir sie kennen: Die Kriminalabteilung der lokalen Buchhandlung konnte mir nichts anhaben.

Da gibt es Bücher, deren Titel hoffentlich aus dem Gehirn eines Sechsjährigen entsprungen ist, ich denke hätte ich damals ein Buch geschrieben, so wäre es nicht aus dem Sortiment gefallen. Mein persönlicher Favorit ist ,,Blut von meinem Blut”, man hätte ihn doch wenigstens ,,Blut meines Blutes” nennen können. So wie ich das verstanden habe, waren die Bücher für erwachsene Menschen gedacht, aber so wie ich das verstehe, gibt es doch nur drei Arten, die, die lesen, die, die dafür zu dumm sind und die Hausfrauen. Aber die Hausfrauen sterben aus, wer kauft also all die Bücher?

Ich musste jedenfalls eins kaufen, irgendeins. Ich schaute mir ein paar Bücher näher an. ,,Memento”, nach ein paar Sätzen legte ich es angewidert weg. ,,Glennkill”, der Untergang des Abendlandes?, da war ein Romanautor aus Göteborg, eigentlich ideal, da eines der Geschenke an einen Halbschweden gehen sollte – es war grausam zu lesen. Doris Lessing, ich las den Klappentext, Utopie. Warum nicht, ich persönlich halte Utopien für übelste Meinungsbildung der besitzenden Klassen, naja, Dystopien, ist ja heute das gleiche, aber dann stand es da: Eine Welt ohne Männer. Haben Frauen denn keinen anderen Lebensinhalt als das andere Geschlecht? Der negative Höhepunkt war eine französische Autorin. Franzosen sind die besseren Menschen dachte ich mir, wieso also nicht. Spiegel-Bestseller stand auf einem Buch, die Titel waren nur halb so grausam, es waren mindestens 6 Bücher der gleichen Dame ausgelegt. Ich schlug zufällig auf der zweiten Seite auf, las irgendein belangloses Polizeigespräch, und dann stach mir diese Formulierung in die Augen: ,,Wörtliche Rede”, knurrte der Kommissar. Knurrte der Kommissar? Gott bewahre, wir haben so gottverdammt viele schöne Worte in unserer Sprache, wieso ein derart primitiver Satz? Wieso beschreibt sie ihn nicht als Hund, jeder große Autor hätte das getan? Hält die gute Frau es für Stil ihre Charaktere zu verschlüsseln? Oder war es einfach nur ein süßes Bild wie aus einem Kinderbuch? Dann soll sie auch verdammt nochmal Kinderbücher schreiben.  Ja, ein Moment der literarischen Bewusstlosigkeit ist verzeihbar, der Rest war nicht besser, jedoch derart belanglos, dass ich mich weder an einen Titel, noch an den Namen der Frau erinnern kann, selbst Google kann mir nicht weiterhelfen. Das Internet hat mich doch nicht verlassen. Letztendlich habe ich haufenweise Bücher für mich selbst gekauft, eines für meinen Bruder, jedoch ebenfalls von tatsächlichem literarischem Wert, und ich möchte hier eigentlich nicht derart elitistisch erscheinen, ich war offen gegenüber den Schriftstellern unserer Zeit, aber sie sind doch nicht mehr als nur Nutten, schlimmer, reaktionäre Nutten, und einen Krimi, der nicht so grottenschlecht geschrieben war. Leider ziemlich langweilig, aber ich langweile mich lieber, als Amok zu laufen, und so wünsche ich es mir eigentlich auch bei anderen Menschen ;) .

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Finanzkrise die 2.

Verfasst von DerKlaun am Dezember 8, 2008

Ich habe endlich was von dem schlimmsten Ereignis seit dem Holocaust oder so, Gott wie ich Medien hasse, jetzt unterstützen sie auch noch Polizisten und Kindermörder in Griechenland, gemerkt, der Postbankautomat ist zum 3. mal oder so ausgefallen – echt heftig.

Kapitalismus, brech endlich zusammen, dann haben wir es hinter uns und ich werde König!

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